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Misslungene Haartransplantation: Ursachen, Zeitpunkt und was sich korrigieren lässt

Dr. Yalcin Bayram, Plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie
Medizinisch geprüft von Dr. Yalcin Bayram Plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie Geprüft am

Ein unabhängiger Partnerchirurg hat die medizinischen Angaben auf dieser Seite geprüft. Was für Ihren Fall gilt, entscheidet der Chirurg, der Sie untersucht.

Verfasst von der Redaktion, nicht von einer Ärztin oder einem Arzt. Nichts davon ist medizinischer Rat. Was für Sie gilt, entscheidet Ihr unabhängiger Partnerchirurg.

Scalp being examined closely after a hair transplant

Die meisten Menschen, die nach einer misslungenen Haartransplantation suchen, sind zwischen der vierten Woche und dem sechsten Monat nach dem Eingriff. Das ist genau der Zeitraum, in dem ein normaler Verlauf am schlechtesten aussieht. Ein Teil dieser Fälle ist deshalb gar nicht misslungen, sondern nur mitten im Heilungsprozess.

Der andere Teil ist es tatsächlich, und dort entscheidet vor allem eine Größe darüber, was sich noch reparieren lässt: wie viel Spenderhaar noch übrig ist. Diese Seite trennt beides voneinander, weil die Antwort davon abhängt und weil eine zweite Operation zum falschen Zeitpunkt die verbleibenden Möglichkeiten verbraucht.

Istanbul European Clinic Medical Travel Services ist ein Unternehmen für medizinische Reisekoordination. Wir führen keine Eingriffe durch und beschäftigen die Chirurgen nicht; jede klinische Entscheidung trifft die unabhängige Partnerchirurgin oder der unabhängige Partnerchirurg, an die oder den Sie sich wenden.

Was nach einer Haartransplantation normal ist, auch wenn es beunruhigend aussieht

Der Schockverlust in Woche zwei bis acht

Die transplantierten Haare fallen in den ersten Wochen fast immer aus. Die Haarwurzel bleibt dabei erhalten, nur der sichtbare Schaft geht verloren, und das neue Haar wächst später aus derselben Wurzel nach. Zusätzlich können auch vorhandene Haare rund um das Transplantationsfeld vorübergehend ausfallen. Das sieht schlechter aus als der Zustand vor der Operation und ist trotzdem ein erwarteter Verlauf.

Ungleichmäßiges Wachstum in Monat drei bis sechs

Die Follikel starten nicht synchron. In dieser Phase wirkt das Ergebnis fleckig, die Haardichte scheint an einer Stelle deutlich besser als an einer anderen, und die Haarlinie sieht ausgefranst aus. Auch das gleicht sich in der Regel noch aus.

Deshalb wird erst nach zwölf Monaten beurteilt

Ein belastbares Urteil über Dichte und Haarlinie ist üblicherweise erst nach etwa zwölf Monaten möglich, im Nacken- und Kronenbereich manchmal noch etwas später. Wer vorher eine Korrektur plant, plant gegen ein Ergebnis, das noch nicht feststeht.

Es gibt eine Ausnahme: Anzeichen einer Infektion, starke oder zunehmende Schmerzen, Fieber, Eiter oder sich ausbreitende Rötung sind keine Geduldsfragen. Das gehört zeitnah ärztlich abgeklärt, dort wo Sie sind.

Woran man erkennt, dass es tatsächlich misslungen ist

  • Nach zwölf Monaten sind ganze Areale kahl geblieben, nicht nur dünner besetzt.
  • Die Haarlinie ist zu tief, zu gerade oder zu symmetrisch angelegt und wirkt aufgesetzt.
  • Einzelne Haare stehen in falschem Winkel ab oder wachsen in eine andere Richtung als die Nachbarhaare.
  • Es sind sichtbare Büschel statt einzelner Follikeleinheiten zu erkennen, besonders an der vorderen Linie.
  • Die Entnahmestelle im Hinterkopf ist sichtbar ausgedünnt, fleckig oder vernarbt.
  • Das transplantierte Haar steht, während das eigene Haar rundherum weiter zurückgegangen ist, sodass eine Insel entstanden ist.

Die häufigsten Ursachen

Die Spenderzone wurde überentnommen

Der Hinterkopf liefert nur eine begrenzte Menge an Grafts, und diese Menge ist für ein ganzes Leben zu planen. Wird in einer einzigen Sitzung zu viel entnommen, um eine hohe Graftzahl im Angebot zu erreichen, bleibt die Entnahmestelle sichtbar dünn, und für eine spätere Korrektur ist kaum noch Material da. Das ist der Schaden, der sich am schlechtesten rückgängig machen lässt.

Die Haarlinie wurde falsch geplant

Eine natürliche Haarlinie ist weder gerade noch exakt symmetrisch und liegt höher, als die meisten Patienten sie sich wünschen. Sie muss außerdem zu dem Gesicht passen, das der Patient mit sechzig haben wird, nicht nur zu dem von heute. Eine zu tief angelegte Linie sieht mit fortschreitendem Haarausfall zunehmend unnatürlich aus.

Der fortschreitende Haarausfall wurde nicht mitbedacht

Eine Transplantation stoppt die androgenetische Alopezie nicht. Sie verpflanzt Haar, das gegenüber dem auslösenden Hormon unempfindlicher ist, an eine andere Stelle. Das eigene Haar ringsherum geht weiter zurück, wenn nichts dagegen unternommen wird. Genau so entsteht das Inselmuster, und der Eingriff war dabei technisch nicht einmal fehlerhaft.

Technische Fehler bei Entnahme und Einsetzen

Werden Follikel bei der Entnahme durchtrennt oder liegen sie zu lange außerhalb des Körpers, überleben sie seltener. Werden die Kanäle zu groß, zu dicht oder in falschem Winkel gesetzt, wächst das Haar zwar an, aber in eine Richtung, die nicht zum übrigen Haar passt. Beides zeigt sich erst nach Monaten.

Die Erwartung war von Anfang an nicht erfüllbar

Wenn eine große kahle Fläche mit einer Graftzahl bedeckt werden soll, die dafür rechnerisch nicht reicht, ist das Ergebnis dünn. Es ist dann kein Behandlungsfehler, sondern eine Planung, der niemand widersprochen hat.

Was sich korrigieren lässt

Der entscheidende Befund vor jeder Korrektur ist die verbliebene Spenderkapazität. Ohne diese Zahl ist jede Aussage über ein Korrekturergebnis geraten.

ProblemMögliches VorgehenWas es begrenzt
Zu geringe Dichte im EmpfängerbereichZweite Sitzung zur VerdichtungVerbliebene Grafts in der Spenderzone
Zu tiefe oder zu gerade HaarlinieEntfernen oder Umsetzen einzelner Grafts, Linie neu anlegenAufwendig, kostet zusätzlich Grafts
Falscher WachstumswinkelGezielter Austausch der betroffenen GraftsNur in kleinem Umfang sinnvoll
Sichtbar ausgedünnte EntnahmestelleHaarpigmentierung, bei Narben ggf. KorrekturKaschiert, stellt kein Haar wieder her
Fortschreitender Haarausfall ringsherumMedikamentöse Therapie, ärztlich begleitetMuss dauerhaft erfolgen, wirkt nicht bei jedem
Spenderzone weitgehend erschöpftHaarpigmentierung, Kürzen der Haare, AkzeptanzEine weitere Transplantation ist nicht sinnvoll

Zwischen zwei Eingriffen sollten üblicherweise mindestens zwölf Monate liegen, damit das Gewebe verheilt ist und das erste Ergebnis überhaupt beurteilt werden kann. Wer früher nachlegt, operiert in ein unfertiges Bild hinein.

Was Sie vor einer Korrektur zusammentragen sollten

  • Den Operationsbericht der ersten Behandlung, mit tatsächlicher Graftzahl und verwendeter Technik.
  • Fotos vor dem ersten Eingriff, unmittelbar danach und aus dem aktuellen Zustand, bei Tageslicht und aus denselben Winkeln.
  • Eine Einschätzung der verbliebenen Spenderdichte, idealerweise mit Trichoskopie.
  • Ihre Medikation und Vorerkrankungen, einschließlich aller Mittel gegen Haarausfall.
  • Eine klare Aussage darüber, was Sie stört. Dichte, Haarlinie und Entnahmestelle sind drei verschiedene Probleme mit drei verschiedenen Antworten.

Vorsicht bei jedem Angebot, das eine Korrektur allein anhand von Fotos und ohne Beurteilung der Spenderzone kalkuliert. Das ist dieselbe Abkürzung, die häufig zum ersten Ergebnis geführt hat.

Wenn Sie eine Zweitmeinung möchten

Sie können uns Ihre Fotos und den Operationsbericht schicken. Eine unabhängige Partnerchirurgin oder ein unabhängiger Partnerchirurg schaut sich den Fall an und sagt Ihnen, was möglich ist, einschließlich der Fälle, in denen die ehrliche Antwort lautet, dass eine zweite Operation nicht sinnvoll ist. Wir führen den Eingriff nicht selbst durch und entscheiden das nicht.

Wenn Ihre Frage nicht die Korrektur betrifft, sondern eine erste Behandlung und deren Kosten, finden Sie die Preise und die Auswahl der Technik auf den Behandlungsseiten zur Haartransplantation, zu FUE und zu DHI.

Quellen

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